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(v.l.) ZBI-Präsident Wilfried Grunau, Staatsminister Dr. Meister, ZBI-Vizepräsidentin Ute Zeller, BDB-Präsident Christoph Schild. Foto: Bundeskanzleramt.

Austausch im Bundeskanzleramt: Impulse für eine klimaresiliente und datenbasierte Stadtentwicklung

Posted on 10. November 2025

Am 10. November 2025 nahm Dipl.-Ing. Wilfried Grunau, Präsident des ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine, gemeinsam mit ZBI-Vizepräsidentin Ute Zeller sowie BDB-Präsident Christoph Schild an einem Fachgespräch mit Staatsminister Dr. Michael Meister im Bundeskanzleramt teil. Im Mittelpunkt des Austauschs standen zentrale Weichenstellungen für eine klimaresiliente kommunale Infrastruktur und die Stärkung datenbasierter Planungsprozesse.

Klimaresilienz als kommunale Zukunftsaufgabe

Im Gespräch wurden verschiedene Maßnahmen erörtert, um Städte und Gemeinden besser auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten. Zu den wesentlichen Themen gehörten:

  • die Verankerung einer blau-grünen Stadtplanung als verbindliches Kriterium in der Städtebauförderung,
  • die Einführung einer verbindlichen Leitplanung zur Klimaresilienz – integriert in die kommunale Wärmeplanung oder unmittelbar daran anschließend,
  • sowie die Einrichtung eines Bundesförderprogramms für kommunale Klimaresilienzstrategien nach dem Vorbild der kommunalen Wärmeplanung.

Geoinformation als Grundlage moderner Planung

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Bedeutung der Geoinformationswirtschaft für die Entwicklung zukunftsfähiger Kommunen. Geodaten bilden eine wesentliche Grundlage für fundierte Entscheidungen in den Bereichen Klimaresilienz, Energiewende, Mobilität, Flächenmanagement und Katastrophenschutz.

Vor diesem Hintergrund wurden die zentralen Forderungen der Geoinformationswirtschaft hervorgehoben:

  • Ausbau einer verlässlichen und interoperablen Geodateninfrastruktur in Deutschland,
  • Sicherstellung eines nachhaltigen Erhebungs- und Aktualisierungsmanagements für amtliche Geodaten,
  • standardisierte Datenzugänge nach dem Prinzip „Open by default“,
  • Stärkung der Datenkompetenz in Kommunen und Verwaltungen,
  • sowie klare Governance-Strukturen, damit Geoinformation als strategische Ressource wirksam genutzt werden kann.

Ingenieurkompetenz für lebenswerte und resiliente Städte

Für den ZBI ist die enge Verknüpfung von Geodaten, ingenieurtechnischer Expertise und wassersensibler Stadtplanung ein entscheidender Baustein einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Als Präsident des ZBI setzt sich Dipl.-Ing. Wilfried Grunau dafür ein, diese Themen stärker in die politischen und fachlichen Entscheidungsprozesse einzubringen und den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Ingenieurwesen weiter auszubauen.

Der Austausch im Bundeskanzleramt unterstreicht die Bedeutung einer integrierten, datenbasierten Planung als Grundlage für widerstandsfähige und lebenswerte Städte in Deutschland.

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